Foto: Arne Müseler, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 DEDie Stadt Würzburg steht vor enormen Herausforderungen. Insbesondere die finanzielle Situation der Stadt ist kritisch. Dennoch will die Stadt den privaten Betreiber der geplanten Multifunktionsarena mit mehr als 50 Mio.€ unterstützen.
Deshalb:
Wichtig:
Gültig ist Ihre Stimme gegen die geplante Multifunktionsarena nur, wenn Sie den Text des Bürgerbegehrens und die Unterschriftenliste auf einem Blatt (Vorder- und Rückseite) ausdrucken, eigenhändig ausfüllen und unterschreiben und dieses Original auf dem Postweg an einen der Sprecher der Bürgerinitiative schicken, persönlich aushändigen oder an einer der genannten Sammelstellen abgeben.
Digitale Unterschriften und/oder gescannte Ausdrucke, auch wenn sie eigenhändig unterschrieben sind, sind nicht zulässig.
Hier können gedruckte Unterschriftenlisten zum Unterschreiben abgeholt und auch abgegeben werden.

Sämtliche Säulen unserer Stadtgesellschaft stehen unmittelbar vor enormen Herausforderungen. Die geplante Multifunktionsarena wirkt in fünf davon hinein.
Die Auswirkungen der geplanten Multifunktionsarena auf das Würzburger Stadtklima.
Dr. Hans von Besser, Diplom-Biologe, Versbach
„Klimaschutz bleibt wichtig, die Klimaanpassung wird immer wichtiger!“ — und: „Zur lokalen Klimaanpassung müssen verschiedenste Maßnahmen angegangen werden, von klimaangepassten Flächen bis zur wassersensiblen Stadtplanung.“ (Konzept Schwammstadt)
Luftleitbahnen zeichnen sich durch geringe Rauigkeit und damit wenig Bebauung aus. Sie sind ein wichtiges Transportsystem für die Belüftung und den städtisch-regionalen Luftaustausch. Die geplante Arena bremst das Durchlüftungs- und Leistungspotential dieser Luftleitbahn — sie ist eine Kaltluftbremse.



Burghardt und Partner, Kassel, 2018: Gutachterliche klimatische Einschätzung — Windfeld / Durchlüftung, Planungsfall Multifunktionsarena Würzburg.


Im Talkessel dürfen keine weiteren Kaltluftbremsen dazukommen — nötig sind neue, leistungsfähige natürliche Kühlaggregate. Das Ziel muss sein: besseres Stadtklima für alle.
Würzburg steht für barocke Pracht, lebendige Weinkultur, entspannte Atmosphäre, historisches UNESCO-Welterbe und den Flair einer modernen Studentenstadt.
Diese Zahlen zeigen: Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Lage Deutschlands, verfügt Würzburg über ein starkes touristisches Fundament.
Rothenburg o. T. zeigt die Schattenseiten. Oberbürgermeister Markus Naser im ZDF-Format „aspekte“:
„Trotz hoher Besucherzahlen fließt aus dem Tourismus selbst leider zu wenig Geld in die Stadt. Die Stadt trägt viele Belastungen durch den Massentourismus – wie Infrastruktur, Müll und Lärm – profitiert aber wirtschaftlich zu wenig davon.“
Das CCW soll weiterhin genutzt werden und muss dringend renoviert werden. Zehn flexible Tagungs- und Seminarräume für 20 bis 1.635 Personen, im Franconia-Saal bis zu 1.635 Plätze, inklusive angrenzender Räume bis zu 2.500 Teilnehmer, drei Ebenen und rund 3.300 m² nutzbare Fläche.
Eine neue Halle mit ähnlichem Angebot führt zwangsläufig in eine Konkurrenzsituation: Beide Häuser kämpfen um dieselben Veranstalter und Besucher. Das gefährdet die Auslastung, senkt die Einnahmen und schwächt die Marke Würzburg — statt sie mit einem modernisierten CCW zu stärken.
Die gezielte Modernisierung des bestehenden CCW erscheint sinnvoller als eine Investition in eine Multifunktionshalle.
Stadtring Nord, Stadtring Süd und Schweinfurter Straße sind die drei meistbefahrenen Straßen Würzburgs — jeweils mit täglich mehr als 40.000 Fahrzeugen, davon weniger als 3 % ÖPNV.
PM2,5 (Partikel unter 2,5 µm) dringt tief in die Lunge und bis in die Blutbahn ein. Erhöhtes Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Messstelle zeigte einen Luftqualitätsindex (LQI) von 71 („mäßig“) für PM2,5 – umgerechnet etwa 20 µg/m³. WHO-Empfehlung und EU-Grenzwerte beziehen sich auf den Jahresmittelwert; der Momentwert zeigt die Belastung zur morgendlichen Hauptverkehrszeit.
Quellen: Echtzeit-Luftqualitätsindex der Messstelle Brücknerstraße, Würzburg (aqicn.org); WHO-Luftqualitätsleitlinien 2021; EU-Luftqualitätsrichtlinien 2008/50/EG und (EU) 2024/2881.


Wie schon bei Kiliani, Weindorf oder Weinfest am Stein wird die Mehrheit mit dem PKW anreisen — weil es schneller, billiger und bequemer ist.
Stichpunktartige Online-Erfassung gegen 19 Uhr der freien Parkplätze in den fünf Parkhäusern, die etwa 15 Gehminuten von der geplanten Halle entfernt liegen — bei 6.800 Personen im Haus.
Rund 500 PKW fahren auf Parkplatzsuche durch Würzburg — eine Fahrzeugschlange mit einer Länge von ca. 7,5 km. Die 121 Plätze am Mainfrankentheater entfallen, ein Parkplatz mit 330 Plätzen am Bahnhof steht nicht zur Verfügung. Ein Bus-Shuttle von der Talavera (rund 12 Busse nötig) ist keine Alternative — dort finden Kiliani, Frühjahrsvolksfest und Circus statt.
Die überdimensionierte Arena ist an diesem Standort auch aus verkehrstechnischer Sicht grundsätzlich abzulehnen.
Fast alle Arenen in Süddeutschland müssen von den jeweiligen Städten bezuschusst werden. Ludwigsburg scheint die Ausnahme zu sein — dort gibt es nach eigenen Angaben 2025 einen Betriebskostenüberschuss.
Aktuelle und genaue Zahlen zu den Arenen für 2025 werden nicht veröffentlicht. Die genannten Veranstaltungszahlen beschreiben eine IST-Situation, das heißt was im November 2025 gebucht war und wofür man Tickets kaufen konnte.
Foto: Arne Müseler, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 DE
Foto: Pilettes, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Foto: Arne Müseler, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 DE
Foto: Nutzerfoto via Google Maps
Foto: DXR, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Foto: Hobbgemma, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0Eine städtische Arena mit einer Kapazität von 4.000 Besuchern, zwei Jahren Bauzeit, 2021 eröffnet, 40 Mio. € Baukosten. Basketball und Handball sind möglich — die KIA-Arena Nürnberg wird von den Nürnberger Basketballern aufgrund ihrer Atmosphäre genutzt.
Aktuell wird die KIA-Arena auf eine Besucherkapazität von 4.500 Besuchern erweitert.
Die Kostensteigerung von 2020 bis 2024 fiel mit + 70 % auf 85 Mio. € mehr als doppelt so hoch aus wie nach der allgemeinen Preissteigerung im Baugewerbe (+ 26 % auf 46,6 Mio. €) zu erwarten gewesen wäre.

Mit der aktuellen Planung der Multifunktionshalle kämen rund weitere 50 Mio. € an Belastungen für die Stadt Würzburg hinzu.
Quellen: Vortrag der Arena Würzburg Projektgesellschaft, Geschäftsführer Oehler, 2025; Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Baumaterialpreise; Haushalt der Stadt Würzburg 2025.